Ich hatte mich entschieden: Ich wollte gerne zwei Monster ins Leben rufen. Zwei liebenswerte Monster. Sie sollten unterschiedlich sein, sich aber sehr gut verstehen. Zwei „best friends“, die gemeinsam durch „Dick und Dünn“ gehen.
Als ich mit meiner ersten Monstergeschichte begann, überlegte ich, was lustig aussehen könnte. Ich stellte mir ein großes und ein kleines Monstertier vor.
Das Große sollte lange Arme und Beine haben und etwas schlaksig und unbeholfen sein. Ich liebe ungeschickte Wesen. Wahrscheinlich, weil es mich glücklich stimmt, dass ich nicht der einzige Tollpatsch im Universum bin. Hellblau war die Farbe, die mir spontan dazu in den Sinn kam. Hellblau ist eine schöne leuchtende Farbe. Eine Farbe, wie ein Sommerhimmel, strahlend, warm und gut gelaunt. Das hellblaue Fell sollte lang werden, schön lang, damit es lustig hin und her hüpfen kann, wenn das blaue Monster sich in bester Laune durch die Welt bewegte, außerdem konnte sich fliegendes Obst gut darin verfangen. Und weil hellblau so schön war, wurde auch das Auge blau. Das Auge, Murgel sollte ein Auge in der Mitte seines Felggesichts erhalten. Ein großes Auge, damit er alle um sich herum gut sehen konnte. Und dann noch die Überlegung, was passieren sollte, wenn er doch einmal wütend wurde. Ich fand, wenn langes Haar sich aufstellt, sieht es witzig aus. Allerdings ist Murgel eher ein gut gelaunter Typ. Ab und zu ist er zwar mal aufbrausend, aber das gibt sich auch genauso schnell wieder, wie es gekommen war.
Und das zweite Monster? Es sollte das Gegenteil werden. Also wurde Mots klein und rund. Dunkelgrün, mit kurzem abstehenden Fell und zwei grünen Augen. Hm, aber irgendetwas fehlte noch, so sieht Mots ja schon etwas langweilig aus. Nomen est Omen, Mots sollte ein Nörgeltier werden, da Murgel ja schon der gut Gelaunte war. Also fand ich, wenn er sich schon aufregen muss, dann soll es wenigstens Spaß machen. Je mehr er sich ärgerte, desto heller wurde sein Fell. Mots blich quasi vor Wut aus. Und schlussendlich schummelten sich auch noch gelbe Punkte ins Fell, woran man dann erkennt konnte, dass es so richtig schlimm um Mots Laune stand. Am Ende des Tages verrauchen seine schlechte Laune und seine Wut immer und die beiden Jungs hatten einen super Tag.
Wenn ich den Text lese, klingt es so, als hätte ich mir richtig viele Gedanken gemacht, wie die Beiden aussehen sollen. Wie in meinem vorherigen Beiträgen aber schon zu lesen war, war das eigentlich gar nicht wirklich der Fall. Die Ideen kamen beim Schreiben. Mit jeder weiteren Situation, die sich vor meinem geistigen Auge entwickelte, entwickelten sich auch die beiden Freunde. Ein Monsterspaß!

Hinterlasse einen Kommentar