Ich war am überlegen, was ich verändern könnte oder müsste. Der Verkauf meines Buches „Murgel & Mots – Geschichten über die Freundschaft“ stagnierte.
Auf meinem Instagram-Account postete ich fleißig (und regelmäßig, öfter, als nur zweimal im Jahr…), über meine WhatsApp-Story informierte ich über Neuigkeiten, ich hatte einen Flyer kreiert, den ich im Fenster meines Autos spazieren fuhr und dennoch stiegen die Verkaufszahlen meines kleinen Buches nicht ins Unermessliche, wie ich es so sehr gehofft hatte. Müssen sie auch nicht, wäre schön, aber ins Unermessliche ist ja auch schon wieder viel verlangt. Ich wäre schon zufrieden, wenn sie überhaupt stiegen. „Kleine Brötchen backen“.
Was könnte ich also tun, damit ich mehr Aufmerksamkeit für meine Vorlesegeschichten erhalte? Ich könnte Lesezeichen drucken lassen und verteilen. Eine gute Idee, kostete aber wieder viel Geld, was ich nicht hatte. Aber das behalte ich für später auf jeden Fall im Hinterkopf. Buch auf der Buchmesse bewerben, jemanden für Werbung bei Instagram engagieren, eine Lesung durchführen und anschließend Bücher vor Ort anbieten, alles super Ideen, scheiterten jedoch an der gleichen Hürde, wie die Erstellung von Lesezeichen. Mir kam die Idee einen Blog ins Leben zu rufen. Spontan, aber manchmal sind spontane Ideen, gute Ideen.
Nun musste meine Tochter wieder herhalten und die technischen Probleme in Angriff nehmen. Sie die Technik, ich die Texte. Es hat riesigen Spaß gemacht sich in neuen Sphären zu bewegen. Wir haben hin und her probiert, KI-Bilder generiert, Fotos gemacht, aus bestehenden Fotos die Besten ausgewählt, Texte geschrieben und in Form gebracht. Jeden zweiten Schritt haben wir im Internet recherchiert. Man möchte ja schließlich nichts falsch machen.
Und dann war er da, der Moment: Mein Blog konnte online gehen! Es war aufregend. Würde es überhaupt Menschen geben, die sich dafür interessierten? Würde jemand lesen, was ich schrieb? Ich war positiv überrascht.
Was ich an meinen Blog auch sehr schätze: Ich kann meinem Ärger, meiner Wut, meinen Zweifeln, meiner Freude, all meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Ich kann mir von der Seele schreiben, was mich beschäftigt und alle, die es interessiert mit auf meinen Weg nehmen. Ich mag meinen Blog.

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